J. J. Bidell – „Im Schatten des Mondlichts. Das Erwachen“

Rezension von Lisa

„Es war kein Traum. Sie hatte sich in ein anderes Wesen verwandelt…“

Inhalt und Rezension

Ihr empfindet die klassische Gestaltwandler Geschichte über Werwölfe als zu langweilig, unkreativ und abgedroschen? Dann solltet ihr vielleicht einen Blick auf J.J. Bidells Roman Das Erwachen werfen. Statt den überlebensgroßen, muskelbepackten Pelztieren treffen wir hier auf ungleich elegante und exotischere Zeitgenossen: Werpanther! Wenn das mal nicht ein vielversprechendes Konzept ist! Als bekennender Katzen Fan war ich natürlich sofort Feuer und Flamme für die Geschichte!

Anfangs begleitet Leser die Protagonistin Naomi durch den Alltag und erlebt mit, wie sie sich an ihren neuen Wohnsitz in den USA gewöhnt, ihre Aufnahmeprüfung ablegt und neue Bekanntschaften schließt. Es dauert seine Zeit, bis das „Übernatürliche“ – in Form von Naomis Verwandlung – in Erscheinung tritt, was für mich ein kleiner Wermutstropfen war. Es ist nicht so, dass das Buch vorher nicht spannend gewesen wäre. Ganz und gar nicht! Das Erwachen bleibt durchweg unterhaltsam, was unter Anderem auch an der größtenteils unvorhersehbaren Handlung liegt. So manche Figur ist nicht das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheint und hält für den Leser noch die ein oder andere Überraschung parat… Naomi selbst ist eine eigenwillige, unbefangene und leicht naive, aber nichtsdestotrotz sehr sympathische Protagonistin. Ihre Entwicklung war interessant zu beobachten und ich bin gespannt, wie ihre Geschichte weitergehen wird.

Allerdings hätte ich  gerne noch mehr über die einzelnen Clans und die Geschichte der Katzenmenschen usw. erfahren. Das Konzept ist erfrischend anders, leider schöpft das Buch sein Potenzial noch nicht voll aus (Betonung auf „noch nicht“ – Da es sich bei Das Erwachen um einen Reihenauftakt handelt, bin ich guter Dinge, dass das Thema Werpanther in den nachfolgenden Bänden ausführlicher besprochen wird).

Der Schreibstil ist einfach und unkompliziert, aber gut verständlich und kurzweilig. Gerade ich als bekennender E-Book Muffel hatte anfangs so meine Bedenken, die sich zum Glück als völlig unbegründet erwiesen. Der Text lässt sich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase flüssig lesen und die Seiten fliegen nur so dahin. – Zwei Nachmittage und weg war das Buch. 😀 (Daran konnte selbst das Lesen am PC Bildschirm nichts rütteln.) Lediglich die vielen und mitunter etwas plötzlichen Perspektivenwechsel dämpfen den Lesefluss geringfügig. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, wenn sich die Geschichte voll auf Naomi konzentriert hätte, sodass man sich nicht all paar Seiten erneut auf eine andere Person einstellen muss.

Fazit

Trotz kleinerer Mankos ist Das Erwachen ein schöner Auftakt zu einer neuen vielversprechenden Fantasy Reihe. Die Grundidee bietet eine willkommene Abwechslung zu den klischeehaften Werwolf-, Engels- und Vampir-Romanen und macht Lust auf mehr!

Lisas Bewertung: 3,9 von 5 Sternen!

Auf den ersten Blick

Das Cover gefällt mir gut, da…  1. es super zu einer Geschichte über Werpanther passt  2. es geheimnisvoll wirkt und das Interesse  des Betrachters weckt  3. zur Abwechslung mal kein Mädchengesicht darauf abgebildet ist 😉

(Lisas Bewertungssystem: (1 = Zeitverschwendung, 2 = Nicht mein Fall, 3 = Okay, 4 = Überdurchschnittlich Gut, 5 = Lieblingsbuch)

Infos

Titel: Das Erwachen
Übersetzung: The Awakening
Autor/in: J.J. Bidell
Reihe: Im Schatten des Mondlichts #1
Genre: Fantasy
Zielgruppe: All Age
Verlag: Elke Becker

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.