Julie Kagawa – „Frühlingsnacht“

Rezension von Lisa

– Seelenlos. Verbannt. Aber niemals vergessen… – 

***Achtung: Rezension enthält Spoiler zu Vorgängerwerken***

Inhalt

To cold faery prince Ash, love was a weakness for mortals and fools. His own love had died a horrible death, killing any gentler feelings the Winter prince might have had. Or so he thought.

Then Meghan Chase—a half human, half fey slip of a girl—smashed through his barricades, binding him to her irrevocably with his oath to be her knight. And when all of Faery nearly fell to the Iron fey, she severed their bond to save his life. Meghan is now the Iron Queen, ruler of a realm where no Winter or Summer fey can survive. With the unwelcome company of his archrival, Summer Court prankster Puck, and the infuriating cait sith Grimalkin, Ash begins a journey he is bound to see through to its end—a quest to find a way to honor his vow to stand by Meghan’s side.

To survive in the Iron Realm, Ash must have a soul and a mortal body. But the tests he must face to earn these things are impossible. And along the way Ash learns something that changes everything. A truth that challenges his darkest beliefs and shows him that, sometimes, it takes more than courage to make the ultimate sacrifice.

Auf den ersten Blick  

Weder die englischen noch die deutschen Cover werden einen Preis in Innovation oder Kreativität erlangen, dennoch sind beide Varianten ganz in Ordnung -_-

Potenzial nicht voll ausgeschöpft  

Entgegen der landläufigen Meinung ist die Iron Fey Serie keineswegs „nur eine Trilogie“. In gewisser Weise ist die Story um die Iron Fey und Meghan nach dem dritten Band schon abgeschlossen; wirklich befriedigend ist der Schluss aber nicht. Welch ein Glück, dass uns die Bestseller-Autorin da noch einen vierten Band spendiert 😉

The Iron Knight erzählt die Geschichte aus der Sicht von Ash weiter und fängt da an, wo Band 3 aufhört: Unserem Liebespaar ist ein gemeinsames Leben nicht vergönnt, da Meghan als Königin in der Iron Realm regiert (die für normale Feen ja leider tödlich ist); Ash hat daher nur eine Wahl: er muss sich ans Ende der Welt begeben, um dort 3 gefährliche Prüfungen abzulegen und die Sterblichkeit zu erlangen – nur so hat die Liebe zwischen ihm und seiner Angebeteten überhaupt eine Chance.

Im Prinzip war es das auch schon, denn der Plot ist dieses Mal sehr linear und simpel geraten und dreht sich wirklich um nichts anderes als den berühmt-berüchtigte Ausflug zum Ende der Welt…   Ash, Puck, Grimalkin und diverse andere Charaktere reisen von Punkt A über Punkt B nach Punkt C, nur um von dort aus dann nach Punkt D zu gelangen. Dieses sogenannte „Abklappern“ von Locations dämpft die Spannung beträchtlich und die Tatsache, dass Ash sich immerzu wegen seiner Vergangenheit grämt, macht es dem Leser auch nicht gerade leichter.   Generell erschien mir die Charakterisierung als weniger gelungen als noch in den vorherigen Teilen. Puck und Grimalkin ähnelten bis auf wenige Ausnahmen eher Abziehbildern und das Potenzial einer gewissen neuen Figur wurde ebenfalls nicht voll ausgeschöpft.   Erwähnenswert wäre vielleicht noch, dass die Szenen zwischen Ash und Meghan sich in The Iron Knight auf ein Minimum beschränken. Kleine Romantiker könnten unter Umständen also enttäuscht sein 😉

Zwischendurch wird die Erzählung zudem immer wieder durch Rückblenden, Träume und Zukunftsvisionen unterbrochen, was nicht bei jedem auf Anklang stoßen dürfte. Für meinen Geschmack wurde dieses Stilmittel VIEL ZU OFT verwendet; ca. 80 von 360 Seiten spielt sich das Geschehen gar nicht im Hier und Jetzt, sondern in einer anderen Zeit ab…. :/

Punkten kann The Iron Knight hingegen bei dem Bonusmaterial, welches immerhin ganze 30 Seiten einnimmt. Das „Survival Guide to the Nevernever“ und das Interview sind echt nett gemacht und die Leseprobe stimmt schon super auf Kagawas neustes Werk The Immortal Rules ein.

Fazit

Insgesamt ein befriedigender Abschluss der Iron Fey Reihe, der mich aufgrund seines linearen Plots und diverser anderer Mängel allerdings nicht vollends überzeugen konnte.

Anmerkung

The Iron Knight wird auf jeden Fall nicht das letzte Buch von Julie Kagawa bleiben, dass im Feenreich spielt. Bereits im Herbst 2012 macht sich Meghans (nunmehr erwachsener) Bruder Ethan nach Nevernever auf, um neue Abenteuer zu erleben. Ich freue mich darauf! 🙂

Lisas Bewertung: 3,5 von 5 Sternen!

(Lisas Bewertungssystem: (1 = Zeitverschwendung, 2 = Nicht mein Fall, 3 = Okay, 4 = Überdurchschnittlich Gut, 5 = Lieblingsbuch)

Infos

Titel: The Iron Knight
Autor/in: Julie Kagawa
Reihe:The Iron Fey („Plötzlich Fee“) #4
Genre: Paranormale Fantasy
Zielgruppe: Jugendliche
Verlag: Harlequin Teen
Format: Klappenbroschur, 394 S.
Erscheinungsdatum: 26.10.11
Preis: 7,60€
ISBN: 0373210361


Redaktion von Beste Bücher

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