Nina Blazon – „Faunblut“

Rezension von Lisa

Eine Metropole am Rande der Zeit. Eine Herrschaft im Zeichen der Gewalt. Und eine Liebe wider jede Vernunft. Als Jade, das Mädche mit den flussgrünen Augen, den schönen und fremdartigen Faun kennenlernt, ist ihre Welt bereits am Zerbrechen.

Aufständische erheben sich gegen die Herrscherin der Stadt und die sagenumwobenen Echos kehren zurück, um ihr Recht einzufordern, Jade weiß, auch sie wird für ihre Freiheit kämpfen, doch Faun steht auf der Seite der Gegner…

 

Rezension

Schade. So, das war er also. Mein allererster Roman von Nina Blazon. Aufgrund der Lobeshymnen bin ich schon fest davon ausgegangen, mit Faunblut ein neues Lieblingsbuch in den Händen zu halten. Und wie das eben so ist, kam es letztendlich ganz anders… Kurz und knapp: Ich habe mich verdammt schwer getan mit dem Roman.

Das fing schon beim ruppigen Einstieg in die Geschichte an. Es gibt keine Einleitung, keine Informationen und keine Erklärungen. Plötzlich steht man mitten im Geschehen und weiß nicht, wo oben und wo unten ist. Das Blöde daran: nach dem Lesen der letzten Seite weiß man immer noch keinen Deut mehr über Jades Stadt und ihre Bewohner als zu Anfang. Und das Traurige daran: Nina Blazon hat eigentlich Fantasie! In Faunblutsind so viele gute Ideen versteckt, leider wird keine davon richtig ausgearbeitet. Ich hätte gerne noch mehr über die faszinierenden Echos und die Geschichte der Stadt erfahren. 

Nicht anders sieht es bei den Personen aus. Die Lady, die Rebellen, die Flussleute – sie alle haben Potenzial, bleiben aber zwecks mangelnder Beschreibung flach und leblos. Die Beziehung zwischen Jade und Faun empfand ich deshalb auch als wenig romantisch. Um ganz ehrlich zu sein, verstehe ich auch nicht ganz, warum Jade und Faun sich zum jeweils anderen hingezogen fühlen. Mitten im Buch fallen sich die beiden plötzlich in die Arme und küssen sich. Ja was?! Davor konnte Faun Jade doch gar nicht leiden. Woher kommt der abrupte Sinneswandel??? Ich habe nicht die leiseste Ahnung…

Im Buch gibt es noch ein paar solcher Stellen, die für mich nicht nachvollziehbar waren. (eben weil Hintergründe und Beschreibungen fehlen…) Andere Elemente der Geschichte wie zum Beispiel Jades Herkunft waren wiederum seeehr vorhersehbar…

Fazit

Das einzige Wort, das mir zu dieser Erzählung einfallen will ist Schade. Faunblut ist kein schlechtes Buch. Es hat einige sehr gute Ansätze, doch die Ausführung ist – wie man so schön sagt – mangelhaft. Ich lese nun mal gerne Romane, in denen die Welt und die Charaktere ausführlich und sehr detailliert behandelt werden. Das ist hier meiner Meinung nach nicht der Fall. Schade. Totenbraut und Schattenauge liegen auch noch auf meinem SuB und ich bin schon sehr gespannt darauf. Nina Blazon ist definitiv keine schlechte Autorin und ich möchte ihr auf jeden Fall noch mal eine Chance geben. Vielleicht klappt es ja beim zweiten Anlauf… 

Lisas Bewertung: 2,5 von 5 Sternen!

(Lisas Bewertungssystem: (1 = Zeitverschwendung, 2 = Nicht mein Fall, 3 = Okay, 4 = Überdurchschnittlich Gut, 5 = Lieblingsbuch)

Auf den ersten Blick

Worte reichen nicht aus, um meine Begeisterung auszudrücken. Das Motiv, die Schrift und der sanfte perlmutt-farbene Schimmer auf der Umschlagsinnenseite – das Cover ein Traum! Leider war die Künstlerin nicht damit einverstanden, dass man ihr Werk auf dem Buchcover verwendet. Deshalb musste sich der Verlag schnell ein neues Motiv suchen…Meiner Meinung nach ist das neue Titelblatt nicht schlecht, aber das ursprüngliche Cover war sehr viel schöner und auch passender! Das Einzige, was mich bei der Aufmachung stört: Die Schrift im Innenteil ist RIESIG und offensichtlich nur dazu da, um die Seiten füllen.

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