Jennifer L. Armentrout: Obsidian 4 – Origin

Rezension von Henrike

Es ist schon ein paar Tage (hust) her, dass ich die drei ersten Bände der Obsidian-Reihe gelesen habe. Daher fiel es mir anfangs ein bisschen schwer, wieder in das Geschehen hineinzufinden. Durch die wirklich dezent gesetzten Wiederholungen (die mich sonst oft stören, mir aber jetzt sehr geholfen haben) konnte ich mich dann doch rasch orientieren und gespannt mit dem Lesen beginnen. Denn das Ende von Opal war ja mehr als fies, dieser Cliffhanger war genial. Und auch diesmal ist der Schluss sehr gut gelungen. Aber von Anfang an.

Dieser Teil ist sehr anders als die ersten beiden, die mehr in Richtung Fantasy gingen, und erinnert mich sehr an dystopische Science Fiction-Romane oder solche, die hauptsächlich in irgendwelchen Laboren spielen, in denen Menschenversuche durchgeführt werden. Könnte daran liegen, dass das hier der Fall ist: „Kätzchen“ hängt bei Daedalus fest, wird Tests unterzogen und anderen Dingen ausgesetzt, während Daemon Berge versetzt, um zu ihr zu gelangen.

Diesen Band habe ich so schnell weggelesen wie noch keinen dieser Reihe zuvor, weil – Ich kann gar nicht genau sagen, was der Grund dafür ist. Die rasante Handlung? Der extrem flüssige und jugendliche Schreibstil? Die tollen Charaktere, die hier wirklich an ihre Grenzen stoßen? Vielleicht der Gedanke, dass sich hier alles verändert, was vorher als festgeschrieben galt. Im Folgeband Opposition wird nichts mehr so sein, wie es vorher war.

Alles wird anders, nicht nur zwischen Katy und Daemon und auch nicht nur in der Gruppe, mit Dee und den anderen. Die gesamte Lux-Gesellschaft, die Beziehung zu den Arum und insbesondere die Organisation Daedalus und das Verteidigungsministerium – alles wird durcheinander geworfen, Regeln gebrochen, Gesetze verletzt, Grenzen neu gesetzt. Die Welt verändert. Weil ein Lux seine Hybriden-Freundin aus der Gefangenschaft befreien wollte. So stark kann die Liebe sein. Wahnsinn. Wie gesagt, hier ist alles anders als bisher, und es wird noch viel aufregender, vermute ich. Ich vermute, das hier wird ein bisschen zu deutlich, daher:

Spoiler Anfang * Spoiler Anfang * Spoiler Anfang * Spoiler Anfang * Spoiler

In diesem Band wird erstmals so richtig deutlich, dass es sich bei den Lux um Aliens und nicht um Fantasy-Gestalten handelt.

Spoiler Ende * Spoiler Ende * Spoiler Ende * Spoiler Ende * Spoiler Ende *

Die Entwicklung, die die Charaktere durchmachen, gefallen mir größtenteils. Katy muss Schlimmes erdulden, vollbringt aber einige Taten, die mir sehr zusagen; Daemon wächst mir noch mehr ans Herz; die Gruppe verliert einige Mitglieder, aber diese sind – für mich jedenfalls – zu verschmerzen. Der Schreibstil ist wieder einmal sehr nach meinem Geschmack, die Handlung gefällt mir sehr, und was alles an neuen Dingen entdeckt und aufgedeckt wird, ist genial. Wer hätte gedacht, dass so viel mehr hinter der kleinen Liebesgeschichte zwischen Alien und Mensch aus dem ersten Band stecken würde?

Das Cover des Bestsellers gefällt mir übrigens auch wieder ausnehmend gut. Ich mag es sehr, dass die ganze Reihe optisch perfekt zueinander passt.