Sebastian Fitzek alias Max Rhode: Die Blutschule

Rezension von Sebastian

Simon und Mark, zwei Teenager aus der Großstadt, ziehen mit ihren Eltern in eine ländliche Gegend, in welcher sie sich von Beginn an unwohl fühlen. Sechs Wochen Sommerferien, einige Begegnungen „der anderen Art“ und ein Vater, der sich alsbald als Lehrer versteht, der seine Söhne auf besondere Weise auf das harte Leben „da draußen“ vorbereiten möchte – mit den Fächern „Fallen stellen – Opfer jagen – Menschen töten.“

Packender Mystery-Horror von Sebastian Fitzek – verpackt als Debütroman des Jungautors Max Rhode im Gewandt eines Jugendthrillers.

Der Autor Max Rhode, zugleich Hauptfigur des Fitzek-Romans „Das Joshua-Profil“, schreitet in seinem angeblichen „Debütroman“ nicht wie vielleicht zu erwarten auf den Pfaden eines spannenden Jugendromans, sondern gleitet schon sehr bald ab in die finstere Welt der (wenn auch nicht zu extremen) Horrorliteratur. „Die Blutschule“ baut sich von Beginn an langsam, aber flüssig und gut zu lesen Seite für Seite auf und nimmt erst nach ziemlich genau der Hälfte des Buches extrem an Fahrt auf. Von da an wird es düster und der Leser kommt zum ersten Mal mit der bereits auf der Rückseite des Buches hoch angepriesenen Schule des Grauens, der „Blutschule“ in Berührung.

Die zweite Hälfte des Bestsellers hat mich gefesselt, mitgerissen und immer neugieriger werden lassen. Eine unbewohnte Insel im Storkower See, ein grausamer Lehrplan und mittendrin die beiden durchaus gründlich herausgearbeiteten und facettenreich erscheinenden Charaktere Simon und Mark, die sich von nun an in einem Realität gewordenen Alptraum wiederfinden zu scheinen, aus dem es kein Entrinnen gibt.

Durchaus vorhersehbar, aber dennoch durchgängig spannend gibt es am Ende des Romans die ein oder andere plötzliche Wendung, die der Geschichte auch vorher bereits den endgültigen Schliff, das „Sahnehäubchen“ oben drauf verpasst hätte.

Fazit

Eine langsam beginnende Story, die sich immer weiter entwickelt, teilweise brutale, teilweise mysteriöse, „übernatürliche“ Facetten aufweist und den Leser mindestens ab der Hälfte des Buches komplett in seinen Bann zieht – Gute Unterhaltung auf schnell zu lesenden 250 Seiten – das ist Sebastian Fitzek alias Max Rhode: „Die Blutschule“.

Bewertung (1/mau bis 5/besser geht`s nicht!)

Cover:4,5

Spannung: 4,5

Charaktere: 4

Nachhaltigkeit: 4

Das „Gewisse Etwas“: 4

Gesamtbewertung: 4,2 / 5 ( = 84% Weiterempfehlung)

Kurzgeschichten des Autors unter: http://www.bookrix.de/-sekkon/