Thomas Thiemeyer: Evolution. Die Stadt der Überlebenden

Rezension von Lea

Gemeinsam mit anderen Austauschschülern machen sich Jem und Lucie auf den Weg in die USA. Aufgrund einer technischen Störung muss das Flugzeug in Denver notlanden. Doch dort angekommen, erwartet sie ein unerwartetes Bild. Der Flughafen ist komplett überwuchert mit Pflanzen, seltsamen Tieren und wirkt verlassen. Dazu noch die seltsamen Stimmen und die Ohnmacht, die alle Passagiere während des Fluges hörten.

Von nun an beginnt ihre Reise, in eine völlig fremde Welt. Alleine auf sich gestellt, versuchen sie, Antworten zu finden und begeben sich dadurch in große Gefahr, denn schon bald verschwört sich die gesamte Natur gegen sie.

Meine Meinung

Dieses Jahr beginnt zweifelsfrei mein liebstes zu sein – besonders was Bücher und ihre Cover betrifft. Auch Evolution bietet hier ein schönes Exemplar, auf dem fünf Jugendliche im Dschungel Denvers zu sehen sind. Dieses Szenario ermöglicht es einem, sich von Anfang an darauf einzustellen,was die Jugendlichen erwartet.

Jem und Lucie sind sehr sympathische Protagonisten. Wie bei allen anderen Charakteren, erfährt man immer mal wieder etwas, aber doch nicht alles. Geheimnisse gibt es immer, aber das macht die Geschichte umso spannender.

Interessant ist, dass Thomas Thiemeyer ein relativ realistisches Szenario erschaffen hat. Die Protagonisten müssen sich Aufgaben stellen, die vielleicht in 50 Jahren Realität werden. Der Schreibstil ermöglicht durch kurze Sätze und viel Handlung ein flüssiges Lesen. Trotz wenig Beschreibung kann man sich die Umwelt gut vorstellen und hat den ganzen Roman über eine Art „Film“ im Kopf.

Trotz anfänglicher Skepsis hat sich Evolution in eine Richtung entwickelt, die mir gut gefallen hat. Gerade im hinteren Teil wurde es so spannend, dass ein weglegen schlicht unmöglich wurde. Gut hat mir gefallen, dass die Dystopie sich ein wenig von anderen abgegrenzt. Nicht wie bei Tribute von Panem, Divergent und Co. versuchen die Protagonisten, aus der zerstörten Welt auszubrechen, hier versuchen die Protagonisten vielmehr, das neue Denver zu erkunden und zu verstehen.

Fazit

Eine Dystopie, wie ich sie bisher noch nicht gelesen habe und, meiner Meinung nach, nicht viel schlechter als die ganz großen: Tribute von Panem & Co. Thomas Thiemeyer beschreibt dank seines fantastischen Schreibstils eine Welt, wie wir sie irgendwann vorfinden könnten. Durch sympathische Protagonisten, viel Spannung und einer tollen Geschichte, hat mir Evolution gut gefallen.

Daher vergebe ich 8 von 10 Punkten.