Christoph Danne

* 9. Oktober 1976 in Bonn; deutscher Lyriker, Herausgeber und Verleger

Christoph Danne – Autorenporträt
(c) Sascha Bofinger

„Schreibblockaden? Loslassen. Eine Weile etwas anderes tun. Viel lesen, ans Meer fahren. Eine Flasche Gin trinken. Ruhig bleiben.“

Christoph Danne

Interview

Fun Facts

  • Bevor er vom Schreiben leben konnte, arbeitete Danne unter anderem als Krankenhauskurier, Seniorenpfleger, Kellner, Korrekturleser und Deutschlehrer. Seine Notizhefte nahm er auf Reisen durch Nordafrika und Asien mit.
  • Er schrieb ein ganzes Buch mit 86 Strophen über die Mafia-Fernsehserie „Die Sopranos“: „Es wird niemals Tag im Bada Bing“ erschien 2020.
  • Die tauland-Reihe „editionHELLOPOETRY!“ machte ihn zugleich zum Herausgeber anderer Lyriker. Seinen Debütband „finderlohn“ brachte er später selbst in dieser Reihe neu heraus.
  • Sein Schreiballtag ist wenig romantisch: Nach einer Nacht am Manuskript wirft Danne am Folgetag häufig die Hälfte der entstandenen Zeilen weg.
  • In der Literaturszene Kölns organisierte er mit Buchhändler Klaus Bittner das Anderland-Festival, eine poetische Intervention in Zusammenarbeit mit der Universität und dem Literaturarchiv.

Werke von Christoph Danne

Buchcover: finderlohn

finderlohn

Mit „finderlohn“ begann Christoph Danne seine eigene Buchlaufbahn. Der Gedichtband richtet den Blick auf Fundstücke des Alltags, auf Bewegungen zwischen Orten und auf Momente, die sich nur in wenigen Zeilen festhalten lassen. Schon der Titel deutet eine Poetik des Suchens an: Nicht die große Erklärung steht im Mittelpunkt, sondern das Entdecken von Worten und Bildern. Die 2011 im Kölner tauland-Verlag erschienene Sammlung gehört zur frühen Phase eines Dichters, der später selbst kleine lyrische Verlagsprojekte ins Leben rief.

Buchcover: Shooting Stars

Shooting Stars

Dannes Gedichtband „Shooting Stars“ bewegt sich zwischen Augenblick und Nachglühen, zwischen dem Blick in die Welt und der Frage, was von flüchtigen Begegnungen bleibt. Das Buch erschien 2015 im Elif Verlag und steht für einen poetischen Ton, der nicht auf große Gesten setzt. Einzelne Bilder und kurze sprachliche Bewegungen gewinnen ihre Wirkung aus der Verdichtung. Wer hier eine fortlaufende Geschichte sucht, wird eher lose miteinander verbundene Wahrnehmungen finden: Lyrik zum Wiederlesen, bei der sich die Bedeutungen nicht sofort erschöpfen.

Buchcover: Erzählen von Walen

Erzählen von Walen

Meer, Reisen und Bewegung bilden einen Resonanzraum dieser Gedichte. Danne folgt kleinen Beobachtungen, dem Licht, den Wurzeln und dem Rauch; immer wieder geht es um Flucht, Sehnsucht und darum, etwas mit Sprache festzuhalten, bevor es verschwindet. Die 2021 im Elif Verlag erschienene gebundene Ausgabe versammelt auf 88 Seiten poetische Miniaturen. Ihr ruhiger Ton lädt dazu ein, zwischen den Zeilen nachzuhören. Der Band zeigt einen Autor, der Bilder lieber offenlässt, als sie mit einer einzigen Bedeutung zu versehen.