Biografie – Ludwig Feuerbach

Kurzbiografie – Ludwig Feuerbach: „Der Mensch ist, was er isst“

Biografie Ludwig FeuerbachLudwig Andreas Feuerbach war einer der bedeutendsten deutschen Philosophen und Anthropologen. Obwohl seine Ideen und Werke vielfach weiterentwickelt und bearbeitet wurden, etwa von Eduard Zeller, Kuno Fischer und Karl Marx (insb. die kritische Haltung zur Religion), hat es in Anbetracht Feuerbachs kritischer Haltung zur akademischen Philosophie nie eine „Feuerbach-Schule“ gegeben, das heißt eine universitäre Strömung, die klar und auf breiterem Fundament auf seiner Philosophie aufgebaut hätte. Ein weiterer Grund besteht darin, dass Feuerbach nie ein ausdifferenziertes eigenes Deutungsmuster im Sinne eines umfassenden philosophischen Systems entwickelte – dies lehnte er im Gegenteil eher ab – vielmehr bestand seine Leistung in der Auseinandersetzung und kritischen Hinterfragung bestehender Systeme und Erklärungsansätze.

Feuerbach stammte aus einer angesehenen Frankfurter Familie und hatte schon früh Zugang zu akademische Kreisen und anregenden Gesprächspartnern. So war sein Vater der bis heute bekannte Jurist und Mitbegründer des neueren Strafrechts Paul Johann Anselm von Feuerbach. Durch diesen wiederum verkehrten Gelehrte verschiedener Couleur im Hause Feuerbach. Auch seine sieben Geschwister zeigten teilweise nennenswerte Geistesgaben.

Erstmals an ein größeres Publikum wandte sich der noch junge Feuerbach, als er 1837 in den Hallischen Jahrbüchern Beiträge zur Debatte der Restaurationszeit leisten konnte. So veröffentlichte er schon 1938 und in diesem Kontext „Zur Kritik der positiven Philosophie“ und ein Jahr später „Zur Kritik der Hegelschen Philosophie“. Feuerbach beschäftigte sich schon bald mit den psychosozialen und soziologischen Aspekten der Religion. Sein Hauptwerk ist „Das Wesen des Christentums“. Es ist nicht etwa das lesende Massenpublikum, das Feuerbach huldigt und seine Werke in die Buchrankings hebt. Der Respekt kommt bis heute vielmehr vom Fachpublikum und aus philosophisch interessierten Kreisen. Wäre sein Bonmot „Der Mensch ist, was er isst“ ein Buch, so wäre das allerdings durchaus ein Bestseller: Bis heute bildet die Aussage das Mantra der veganen Bewegung.

Feuerbach lebte in politisch bewegten Zeiten. Nach der Märzrevolution im Jahre 1848 folgte er der Aufforderung seiner Kreise, für das Frankfurter Paulskirchenparlament zu kandidieren, unterlag jedoch. Feuerbach war jedoch weiterhin im Rahmen seiner Möglichkeiten politisch tätig. So gehörte er der außerparlamentarischen Opposition, dem „Demokratenkongress“ an. Bekannt ist auch seine weithin rezipierte Vorlesungsreihe vor Heidelberger Studenten, Handwerkern und Arbeitern. Da die Universität die Räumlichkeiten verweigerte, fand die Vorlesung im Rathaussaal zu Heidelberg statt.

Rahmendaten:

Geboren am 28. Juli 1804

Geboren in Landshut, Deutschland

Gestorben am 13. September 1872 nahe Nürnberg, Deutschland

Feuerbachs Werk, das man gelesen haben sollte:

 

Zitate, die Ludwig Feuerbach zugeschrieben werden:

„Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.“

„Die echten Schriftsteller sind Gewissensbisse der Menschheit.“

„Es geht den Büchern wie den Jungfrauen. Gerade die besten, die würdigsten, bleiben oft am längsten sitzen. Aber endlich kommt doch einer, der sie erkennt und aus dem Dunkel der Verborgenheit an das Licht eines schönen Wirkungskreises hervorzieht.“

„Der Mensch ist, was er isst“

Autor: Beste Bücher

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