Amber Kizer – „Meridian – Flüsternde Seelen“

Rezension von Lisa

Es ist wunderschön, eine Seele zu retten – und gefährlich!

Inhalt  

Gefahr in Verzug! Meridian, ein junges Mädchen, befindet sich in Todesgefahr. In ihrer Funktion als Fenestra ist es eigentlich ihr Job, für die Seelen der Verstorbenen das Navi in Richtung Himmel zu spielen: Doch leider hat sie richtig fiese Gegenspieler, die genau das verhindern wollen!

 Als Meridian vor den Aternocti flüchtet (wer heißt schon so?!?) gelangt sie in eine friedliche Kleinstadt. Oder vielleicht sollte man besser sagen: In eine friedlich wirkende Kleinstadt. Sie spürt die Gegenwart anderer Fenestra, doch die Zeit spielt gegen sie…

Auf den ersten Blick  

Flexcover sind momentan noch relativ selten, erfreuen sich aber immer größerer Beliebtheit. Der Roman weist dabei einen nach außen gewölbten Rücken auf (wie bei einem Hardcover), besitzt gleichzeitig aber die Größe eines normalen Taschenbuchs und ist mit einem flexiblen Umschlag ausgestattet.   Inzwischen bin ich ein echter Fan des Formats! ^^ Flexcover sehen schön aus, sind handlich und gleichzeitig stabil.   Beim Motiv gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Das dunkelhaarige Mädchen könnte ohne Weiteres als Meridian durchgehen.

Hin- und hergerissen  

Ich will ehrlich mit euch sein: die Rezension zu Flüsternde Seelen zu schreiben viel mir verflixt schwer.

Einerseits mochte ich die Geschichte, aufgrund Amber Kizer Schreibstil, der sehr angenehm und flüssig zu lesen ist und die Emotionen und Gefühle anschaulich schildert. Dadurch baut sich schnell eine Bindung zu den Figuren auf. Meridian war schon in Teil 1 eine sympathische und bodenständige Heldin und überzeugt auch dieses Mal auf ganzer Linie. Mit der jungen Fenestra Juliet wird zudem eine zweite Protagonistin (und damit auch ein zweiter Handlungsstrang) eingeführt. Meine Befürchtungen erwiesen sich hierbei zum Glück als unwahr. – Juliet und Meridian sind beide anerkennenswerte, starke, glaubwürdige Erzählerinnen und ergänzen sich wunderbar.

Anderseits hat mich Flüsternde Seelen aufgrund der fehlenden Weiterentwicklung geradezu enttäuscht…. Nahezu alle Mängel von Band 1 wurden in Band 2 beibehalten:  

– Die Schwarz/Weiß Einteilung. Jede Figur ist entweder Gut oder Böse; ein Zwischending gibt es nicht. Die Bösewichter sind flacher als flach und auch relativ schnell als solche erkennbar.  

– Beim Showdown wurde viel Potenzial verschenkt. Er ist wenig originell, geradezu unspektakulär und steht in keinem Verhältnis zur restlichen Geschichte. Ich persönlich finde es immer sehr schade, wenn ein Autor hunderte Seiten auf das Finale hinarbeitet und dann alles in ein paar Absätzen abhandelt…  

– Die Fenestra Mythologie ist vielversprechend, gehört aber noch mehr ausgearbeitet.

Hinzu kam mein persönliches (und ziemlich unerklärliches) Desinteresse an der Geschichte. Dunkle Umarmung war in zwei Tagen ausgelesen, den zweiten Band habe ich hingegen wochenlang vor mich hergeschoben. 🙁 Keine Ahnung, woran es lag! Obwohl Flüsternde Seelen von der schriftstellerischen Qualität ganz passabel war, hat es mich rein gar nicht gefesselt.

Fazit  

Wer den ersten Teil geliebt hat, wird auch an Flüsternde Seelen Gefallen finden.   Wer den ersten Teil nur mäßig gut fand, wird bei der Fortsetzung auf die selben Probleme stoßen. Da mir der Stil nicht so zusagt und ich nicht glaube, dass sich daran in den nächsten Bänden etwas ändern wird, belasse ich es bei den beiden ersten Büchern der Serie.

Lisas Bewertung: 3,7 von 5 Sternen!

(Lisas Bewertungssystem: (1 = Zeitverschwendung, 2 = Nicht mein Fall, 3 = Okay, 4 = Überdurchschnittlich Gut, 5 = Lieblingsbuch)

Infos

Titel: Flüsternde Seelen  

Originaltitel: Wildcat Fireflies  

Autor/in: Amber Kizer  

Reihe: Meridian #2  

Verlag: Pan  

Format: Flexcoverr, 426 Seiten  

Erscheinungsdatum: 01.12.11

Preis: 14,99€  ISBN: 3426283654

 

Redaktion von Beste Bücher

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