Benedict Wells: Vom Ende der Einsamkeit

Rezension von frida

Nachdem ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind, müssen Jules, Marty und Liz in ein staatliches Internat. Dort werden sie altersbedingt voneinander getrennt und in verschiedenen Trakten untergebracht. Damit werden sie dazu gezwungen, mit sich alleine zurecht zu kommen. Das Einleben ins Internatsleben ist nicht einfach. Schwer verletzt, wie die drei sind, reagiert jeder von ihnen anders auf den traumatisierenden Verlust der Eltern. Während Liz sich blind ins Leben stürzt, vergräbt Marty sich in seine Schulbücher und versinkt in der Welt der Computer.

Jules, der jüngste, für den seine Geschwister unerreichbar geworden sind, verliert sich immer mehr in seinen Träumereien. Und so werden sie immer mehr zu einsam kreisenden Planeten, deren Umlaufbahnen sich nicht mehr kreuzen. Einziger Lichtblick für Jules ist die Freundschaft mit Alva. Doch als diese ihn kurz vor dem Abitur maßlos enttäuscht, trennen sich ihre Wege.

Nacheinander verlassen alle drei das Internat. Während es Marty gelingt sich eine solide Existenz aufzubauen, versuchen Liz und Jules vergeblich ihr Leben in den Griff zu bekommen und sich endlich selbst zu finden. Trotz aller Widrigkeiten, ist der Kontakt zwischen den dreien nie ganz abgerissen und mit zunehmendem Alter beginnen sie sich vorsichtig wieder einander zu nähern.
Als dann auch noch Alva plötzlich wieder ins Leben von Jules tritt, scheint sich endlich alles zum Guten zu wenden. Auch wenn sie die verlorene Zeit nicht mehr einholen können, haben sie aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und setzen jetzt alles daran es diesmal richtig zu machen.

Fazit

Eine Geschichte, die einen mit unglaublicher Intensität in ihren Bann zieht. Ein wunderbarer und berührender Roman über Selbstfindung und die Verwirklichung des eigenen Seins.

Bewertung

Historischer Wert: 1
Spannung: 3
Lesefreundlichkeit: 5
Ratgeber: 3
Muss-man-gelesen-haben: 5
(1-kaum zutreffend / 5-besonders zutreffend)