Rezension von Henrike

Neulich stolperte ich beim Zappen mal wieder über die Mystery-Vampir-Serie True Blood. Da ich weiß, dass diese Serie auf der Romanreihe von Charlaine Harris basiert, stöberte ich bei Thalia und fand schließlich eine Ausgabe, die ich mir über das System von Beste Bücher schicken ließ.

Optik

Das Cover von Vorübergehend tot gefällt mir auf Anhieb sehr. Es zeigt eine Dose True Blood, also das Kunstblut, um das sich diese Buchreihe gewissermaßen dreht, ist also mit dem Inhalt verbunden. Die Schrift ist übersichtlich angeordnet und lenkt nicht vom Bild ab.

Auch das Schriftbild ist in Ordnung. Die Schrift ist zwar relativ klein und eng gesetzt, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran.

Bewertung: ♥

Klappentext

Sookie Stackhouse jobbt in einer Kleinstadt in Louisiana als Kellnerin. Sie ist still, introvertiert und geht selten aus. Nicht, daß sie nicht hübsch wäre. Im Gegenteil. Sookie hat nur, na ja, eben diese „Behinderung“. Sie kann Gedanken lesen. Das macht sie nicht gerade begehrenswert. Doch dann taucht Bill auf. Er ist groß, düster, gutaussehend – und Sookie hört kein Wort von dem, was er denkt. Er ist genau die Art Mann, auf die sie schon ihr ganzes Leben lang wartet …

Der Klappentext ist sehr gut, da er einen Einblick in das Geschehen gibt, ohne zu viel zu verraten. Er erfüllt damit genau die Aufgabe, die ihm zugedacht ist.

Bewertung: ♥

Schreibweise

Mit der Schreibweise hatte ich von Anfang an zu kämpfen. Das ist für mich ein großes Problem, denn wenn die Art und Weise, wie das Buch geschrieben ist, wie sich der Autor ausdrückt und wie die Figuren sprechen, mir nicht gefällt, dann kann ich mich auch beim Lesen nicht richtig darauf einlassen. Das ist schade, aber es stört das Lesevergnügen. Ich bin sicher, der/die Eine oder Andere von euch kennt das? Jedenfalls wurde ich einfach nicht mit Harris und ihren Figuren warm.

Bewertung: –

Inhalt & Ende

Da ich die Serie True Blood nicht so gerne mag, hatte ich vor, diese Abneigung durch das Lesen der Romanvorlage zu beseitigen und eventuell das Ganze mit anderen Augen zu sehen. Allerdings kann ich sagen, dass die Personen im Buch nicht intelligenter sind als in der Serie. Schade eigentlich. Das Geschehen spielt in einer Kleinstadt, die Protagonisten sind entweder Ende zwanzig oder uralt bzw. tot, die Leute sterben reihenweise und es tauchen ein paar nicht-menschliche Kreaturen auf. Das Buch ist besser als die Serie, keine Frage. Aber trotzdem gefällt es mir nicht. Die Handlung schleicht dahin, die Charakterzeichnungen sind nicht besonders vielsagend.

Überrascht hat mich allerdings, dass das Ende gut gemacht ist. Es passt perfekt, hat den richtigen Cliffhanger und ist auch besser geschrieben als der Großteil des Buches.

Durch die doppelte Wertung des Inhaltes bleibt dennoch folgende negative Bewertung:

Bewertung: –

Fazit

Das Buch Vorübergehend tot von Charlaine Harris ist eindeutig nicht nach meinem Geschmack. Während der gesamten Zeit des Lesens habe ich mich nicht wirklich in die Protagonisten hineinversetzen können, der Bezug dazu fehlte einfach. Diese Situation kommt bei mir immer durch die Schreibweise zustande, was ich schade finde. Denn da kann der Inhalt des Buches noch so gut sein: Ich kann mich einfach nicht hineinfuchsen.

Gesamtbewertung: ♥ ♥

 

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