Rezension von Lea

Kate lebt zusammen mit ihrem Bruder Gabriele und ihrem Vater auf der kleinen Insel Shapinsay im Orkney-Archipel. Als plötzlich geheimnisvolle Fremde auftauchen und Gabe mit ihnen die Insel verlässt, ahnt Kate bereits, dass etwas nicht stimmen kann und schleicht sich Nachts auf das Schiff der Unbekannten. Dort trifft Kate auf den geheimnisvollen Ian und steckt schon bald in einem gefährlichen Abenteuer.

Rezension

Aufgefallen ist mir Selkie durch das wunderschöne Cover. So mysteriös wie die Geschichte rund um Kate und die Geheimnisse, die sie umgeben, so ist auch das Meer. Die bildhafte Schreibweise der Autorin hat mir sehr gut gefallen und mir ermöglicht, mich schnell in die Geschichte hineinzufinden. Auch wenn es dadurch zwischendurch etwas langatmig war, zog sich die Spannung bis zum Ende hin und gipfelte dort in einem interessanten Höhepunkt.

Die ersten Seiten verliefen etwas schleppend. Einen Einblick in Kates und Gabriels Alltag auf Shapinsay war zwar interessant, meiner Meinung nach aber eher schleppend. Mit dem Eintreffen der fremden Männer beginnt der spannende Teil von „Selkie“, der mir sehr gut gefallen hat. Kate muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht. Vertraut sie dem geheimnisvollen Ian, der ihr auf dem Schiff der Männer das Leben gerettet hat oder schließt sie sich ihrem Bruder an?

Und was hat das alles mit ihrer verstorbenen Mutter zu tun?

Fazit

Anfangs konnte ich weder mit Kate noch mit der Handlung wirklich warm werden. Die ersten Seiten verliefen schleppend und wäre es mit dem Eintreffen der Männer nicht spannender geworden, hätte ich den Roman weggelegt. Kates Liebe zu ihrem Bruder ist sehr ergreifend – sie wächst an ihren Aufgaben und entwickelt sich zu einer mutigen und liebenswerten Protagonistin, die sich schon bald zwischen zwei Seiten entscheiden muss.
Schade war, dass der mystische Aspekt sich zwar die ganze Zeit durch den Roman zog, aber keinen wirklichen Höhepunkt erreichte und, meiner Meinung nach, nur grob angerissen wurde. Außer den Selkies werden keine anderen mystischen Kreaturen näher beschrieben.

Davon abgesehen hat mir das Lesen viel Freude bereitet und ich denke, das anfängliche Durchkämpfen hat sich gelohnt.

Für den Lesespaß vergebe ich 6 von 10 möglichen Punkten.

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