Rezension von Lea

»So ist es, wenn man jemanden liebt. So ist es, wenn man um jemanden trauert. Ein bisschen wie Unendlichkeit.« Als die Ferien anfangen, möchte Gottie eigentlich nur unter dem Apfelbaum liegen, in die Sterne schauen und über das Universum nachdenken. Sie kennt jede Theorie zu Raum und Zeit und kann alles mit einer Formel erklären. Außer, warum ihr bester Freund Thomas, der vor einigen Jahren weggezogen war, plötzlich wieder auftaucht. Warum niemand ihre Verzweiflung über den Tod ihres Großvaters Grey versteht. Und warum sie in Flashbacks ganze Szenen ihres Lebens erneut durchlebt. Verliert sie den Verstand oder wird sie wirklich in die Vergangenheit versetzt? Und wie kann sie in der Gegenwart bleiben – bei Thomas, dessen Küsse ihr Universum verändern? Ein großes, bewegendes Debüt über den Schmerz und die unendliche Schönheit des Lebens

Rezension

Nichts beschreibt den Roman so gut, wie der Klappentext. Was mir eigentlich eher ein Dorn im Auge ist, entweder zu viel oder zu wenig über den Roman aussagt, ist hier im perfekten Einklang. Man merkt, in welche Richtung sich der Roman verliert – in Gotties Liebe zur Physik. Schon vorher hat man gehört, dass „Ein bisschen wie Unendlichkeit“ ein außergewöhnliches Jugendbuch sein soll. Auch ohne dieses Vorwissen wird schnell deutlich, was damit gemeint ist. Das Universum, genauso wie mathematische und physikalische Elemente ziehen sich durch den gesamten Roman, was teilweise sehr verwirrend und unverständlich ist.

Gotties Schmerz ist spürbar. Nach dem Tod ihres geliebten Großvaters ist nichts mehr, wie es war. Sie schottet sich von ihren Freunden ab und versinkt in ihrer eigenen Welt. Sie erlebt viele Flashbacks, welche ich als verwirrend und teilweise auch als störend empfunden habe. Besonders verwirrend war die Tatsache, dass diese „Wurmlöcher“ nicht ihrer Fantasie entspringen, sondern tatsächlich Realität zu scheinen sein, was dem Roman eine Portion Science-Fiction gibt.

Fazit

Sicher gehen die Meinungen weit auseinander, wenn man sich fragt, ob man für diese Roman ein Interesse für Physik und das Universum braucht. Wenn man sich vorher nicht mit dieser Thematik beschäftigt hat, ist es teilweise sehr schwer, der Handlung zu folgen.

Gerade die Flashbacks waren sehr verwirrend und für mich nicht angenehm zu lesen. Auch wenn Gottie eine sehr freundliche und sympathische Protagonistin ist, konnte ich mit ihr nicht warm werden, was mir ein wenig den Lesespaß geraubt hat.

Für diejenigen, die sich für Sci-Fi, das Universum und Physik interessieren, ist „Ein bisschen wie Unendlichkeit“ sicherlich ein interessantes Buch. Für mich war es etwas zu außergewöhnlich, weshalb ich 5 von 10 möglichen Punkten vergebe.

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