Rezension
Nichts beschreibt den Roman so gut, wie der Klappentext. Was mir eigentlich eher ein Dorn im Auge ist, entweder zu viel oder zu wenig über den Roman aussagt, ist hier im perfekten Einklang. Man merkt, in welche Richtung sich der Roman verliert – in Gotties Liebe zur Physik. Schon vorher hat man gehört, dass „Ein bisschen wie Unendlichkeit“ ein außergewöhnliches Jugendbuch sein soll. Auch ohne dieses Vorwissen wird schnell deutlich, was damit gemeint ist. Das Universum, genauso wie mathematische und physikalische Elemente ziehen sich durch den gesamten Roman, was teilweise sehr verwirrend und unverständlich ist.
Gotties Schmerz ist spürbar. Nach dem Tod ihres geliebten Großvaters ist nichts mehr, wie es war. Sie schottet sich von ihren Freunden ab und versinkt in ihrer eigenen Welt. Sie erlebt viele Flashbacks, welche ich als verwirrend und teilweise auch als störend empfunden habe. Besonders verwirrend war die Tatsache, dass diese „Wurmlöcher“ nicht ihrer Fantasie entspringen, sondern tatsächlich Realität zu scheinen sein, was dem Roman eine Portion Science-Fiction gibt.
Fazit
Sicher gehen die Meinungen weit auseinander, wenn man sich fragt, ob man für diese Roman ein Interesse für Physik und das Universum braucht. Wenn man sich vorher nicht mit dieser Thematik beschäftigt hat, ist es teilweise sehr schwer, der Handlung zu folgen.
Gerade die Flashbacks waren sehr verwirrend und für mich nicht angenehm zu lesen. Auch wenn Gottie eine sehr freundliche und sympathische Protagonistin ist, konnte ich mit ihr nicht warm werden, was mir ein wenig den Lesespaß geraubt hat.
Für diejenigen, die sich für Sci-Fi, das Universum und Physik interessieren, ist „Ein bisschen wie Unendlichkeit“ sicherlich ein interessantes Buch. Für mich war es etwas zu außergewöhnlich, weshalb ich 5 von 10 möglichen Punkten vergebe.