Rezension von Selina

Inhalt

Darcy Phillips steckt hinter Spind 89. Dort werfen ihre Mitschüler die Hilfe in Sachen Liebe benötigen Briefe ein und Darcy nimmt sich dieser Sache an. Damit hat sie einigen Mitschülern aus der Patsche geholfen. Doch niemand weiß dass die anonymen Tipps von ihr stammen und das soll nach Darcys Meinung auch ganz klar so bleiben.

Denn wenn ihre geheime Identität ans Licht kommt, werden Sachen aufgedeckt auf die sie absolut nicht stolz ist. Denn sie hat wissentlich etwas Schlimmes getan und damit Brooke, ihre beste Freundin und heimlicher Schwarm, verletzt. Die Chancen stehen also gut, dass wenn ihre Identität auffliegt Brooke nie wieder ein Wort mit ihr wechseln würde und damit hätte Darcy nie eine Chance ihr näher zu kommen.

Doch dann wird ihre geheime Identität von niemand anderem als Alexander Brougham, einer der hottesten und beliebtesten Typen der Schule aufgedeckt. Darcy wird von ihm erpresst und soll ihm helfen seine Ex-Freundin zurück zu gewinnen, im Gegenzug bleibt ihre Identität geheim.

Also bleibt Darcy nichts anderes übrig als Alexanders persönlichen Dating-Coach zu spielen. Was soll dabei schon alles schief laufen?

Meine Meinung

Sophie Gonzales ist im Bereich queere Jung-Adult Geschichten eine meiner liebsten Autorinnen. Ihre Geschichten haben eine schöne Leichte und klären trotzdem über Probleme auf mit der sich die LGBTQIA+ Community auseinandersetzen muss. Vor allem geht es dabei um Bi-Unsichtbarkeit und internalisierte Biphobie.

Die Geschichte rund um Darcy und Alexander ist unglaublich süß, spannend und lustig zugleich. Es hat durchgehend Spaß gemacht zu lesen und man ist auch nur so durch die Seiten geflogen da der Schreibstil super angenehm zu lesen war. Auch die Briefe und Darcys Antworten darauf zu lesen brachten Abwechslung in die Geschichte und ab und zu konnte ich Darcys Tipps sogar auf mein Leben anwenden und etwas dazu lernen.

Darcy und Alexander haben in der Geschichte auch beide eine sehr interessante Figurenentwicklung durchlaufen und für sich als Personen viel im Umgang auf sich selbst und Beziehungen dazu gelernt. Auch wenn man meint Darcy müsste Expertin sein für Beziehungsangelegenheiten, was sie quasi auch ist, aber man hat ihr sofort abgenommen, dass sie die Tipps nicht in Hinblick auf sich selbst Anwenden konnte und etwas Blind dafür war. Manchmal hätte man sie dafür gerne geschüttelt, weil sie anderen so perfekte Tipps gibt aber selbst nichts damit anfangen kann.

Trotz des lockeren Umgangs durch den leichten Schreibstil hätte ich mir etwas mehr Tiefe bei manchen Themen gewünscht. Aber man darf auch nicht vergessen, dass es sich dabei um ein Jung-Adult Buch handelt.

Alles in Allem ist Theoretisch Perfekt eine absolute Leseempfehlung, es hat viel Spaß gemacht die Geschichte zu verfolgen und man konnte gleichzeitig etwas dazu lernen. Genauso einen Umgang brauchen wir für Geschichten rund um die LGBTQIA+ Community.

Bewertung

4 von 5 Sternen