Rezension von Annemarie

Inhalt

Wer in der heutigen Zeit ein Brot haben möchte, geht in den Discounter oder zum Bäcker und kauft es sich. Dabei gerät die alte Kunst des Brotbackens oft in Vergessenheit. Wer sich dafür näher interessiert, für den ist dieser Band vielleicht interessant. Verfasst ist er von den Journalistinnen und Autorinnen Christine Metzger und Elisabeth Ruckser.

Das Werk setzt sich aus 21 Kapiteln zusammen. In den ersten Kapiteln wird die Geschichte des Brotbackens erläutert, gefolgt von den Bräuchen rund ums Brot. Es folgt eine Erklärung, welche Korntypen es gibt und welche Eigenschaften diese aufweisen. Im Folgenden wird eine Menge zum Thema Mehl, Mahlen und Mehltypen informiert. Im Anschluss werden Bäcker, Hefe, und Gewürze behandelt. Es schließt sich der eigentliche Rezeptteil an. Dieser beginnt mit einer Information, wie Hefeteig und Sauerteig hergestellt werden, gefolgt von 17 Rezepten. Dem schließen sich weitere Tipps und Hinweise zum Brotbacken an. Zwischen diese Kapitel sind in unregelmäßigen Abständen sogenannte Einblicke in bräunlich hervorgehobenen Seiten eingestreut. In diesen schreiben Gastautoren über jeweils ein bestimmtes Thema.

Das Inhaltsverzeichnis ist kachelartig layoutet mit drei Spalten und von oben nach unten und im Anschluss von links nach rechts zu lesen. Diverse Farbfotos und bei den historischen Bildern auch Schwarzweiß-Fotos sowie einige Farbzeichnungen illustrieren das Buch. An mehreren Stellen im Buch findet man Farbfotos, die über eine ganze Doppelseite gehen.

Rezension

Wie der Titel vielleicht schon andeutet: In diesem Buch geht es definitiv nicht darum, sein eigenes Brot schnell und unkompliziert zu backen. Im Gegenteil: Man wird in die hohe Kunst des Brotbackens eingeführt. Und das heißt, dass man viele, viele Informationen zum Brotbacken erhält und erst gegen Ende des Buches in einem Rezeptteil die Brotrezepte stehen. Diese sind dementsprechend zumeist nicht gerade einfach, sondern brauchen Zeit – und sind bei den teilweise ungewöhnlichen verwendeten Zutaten oftmals auch nicht gerade günstig. Dafür schmecken die Brote auch wirklich ungewöhnlich gut. Folglich eignet sich das Werk vor allem für Personen, die die hohe Kunst des Brotbackens in Perfektion wirklich erlenen wollen, bereit sind, sich eine Menge Grundlagenwissen zu Getreide und Brot anzueignen und Zeit dafür mitbringen.

Schön fand ich, dass das Thema Getreide und Brotbacken von der Historie bis in die heutige Zeit wirklich umfassend abgedeckt wird. So erfährt man wirklich sehr viel über die Themen.

Die Qualität der Bilder ist nicht übermäßig gut, aber okay. Sonst wirkte das Layout mit Lesezeichenbändchen aber recht hochwertig. Was mich aber gestört hat, ist das Inhaltsverzeichnis. Das sieht ja optisch ganz nett aus, allerdings fand ich es einfach unübersichtlich. Gerade wenn man schnell mal etwas nachschlagen möchte, kommt man an seine Grenzen.

Fazit

Ein sehr umfassendes und schönes Grundlagenwerk zu den Themen Brot und Brotbacken. Allen zu empfehlen, die über das Brotbacken wirklich umfassend informiert werden wollen.