Rachel Hartman: „Serafina – Schattendrachen erheben sich“

Rezension von Larissa und Jolanda Zanini

Kann ein Mädchen zwei Welten retten?

In Goredd, der Heimat des Halbdrachenmädchens Serafina, eskaliert der Konflikt  zwischen den Menschen und den Angehörigen des Drachenvolkes. Ein Krieg der Vorherrschaft bricht aus. Serafina ist die Musiklehrerin der jungen Königin und an vorderster Front mit dabei. Sie gerät dabei erneut zwischen die Fronten der beiden Welten. Sie trägt Drachenblut in sich. Genau das könnte die Rettung von Goredd sein, denn Serafina ist nicht die Einzige ihrer Art und von diesen anderen erhofft sie sich Hilfe für ihre Heimat. Während sich ihre grosse Liebe Prinz Lucian daheim für die Schlacht rüstet, begibt sich Serafina auf eine abenteuerliche und gefährliche Reise durch Goredd um diese Verbündeten zu suchen. Denn nur gemeinsam können sie es schaffen, den Kampf gegen die Drachen zu gewinnen…

Als das bösartige Halbdrachenmädchen Jannoula sich in die Köpfe anderer Halbdrachen schleicht und sie mit ihren Gedanken beeinflusst, muss Serafina  sich entscheiden: Soll sie sich an der Sicherheit ihres alten Lebens festklammern oder sich ihrem machtvollen Schicksal stellen?

Was bisher gesah

– Serafina kommt als Musik-Mamsell an den königlichen Hof wo sie die junge Prinzessin Glisselda unterrichten soll. Sie freundet sich mir ihr an und verliebt sich in ihren Cousin, Prinz Lucian, der ihre Gefühle zwar erwidert, jedoch bereits der Prinzessin versprochen ist. Darüber hinaus ist Serafina ein Halbdrache, was außer ihrem Onkel sonst niemand weiß. Drachen und Menschen bekriegten sich einst. Seit einigen Jahrzehnten herrscht  jedoch Frieden. Der Jahrestag von diesem Frieden nähert sich. Zu diesem Anlass reist der Drachenanführer Comonot nach Goredd, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Serafina, die von Träumen geplagt wird in denen sie seltsame Kreaturen sieht, kommt einer Verschwörung auf die Spur: Auf Comonot soll ein Attentat verübt werden. Mit Hilfe Lucians und Glisseldas kann Serafina dieses zwar verhindern, aber nun droht ein erneuter Krieg zwischen Menschen und Drachen.

Mit der Fortsetzung „Schattendrachen erheben sich“ setzt die Autorin Rachel Hartmann eins obendrauf. Das Buch mag einem mit seinen 640 Seiten wie ein  Wälzer vorkommen, dank des leichten, fesselnden Schreibstils lässt es sich flüssig durchlesen. Es bietet eine spannende Unterhaltung. Gerade am Anfang beschränkt sich die Autorin auf die wesentlichen Ereignisse und vermeidet Langeweile, indem sie ereignisslose Abschnitte zeitraffend zusammenfasst.

Mit der Protagonistin Serafina ist es leicht mitzufühlen, denn die Autorin hat sich eines sehr anschaulichen Ich- Erzähltons bedient und lässt den leser aufgrund der gewälten  Ich-Perspektive immer direkt an Serafinas Gefühlsleben teilhaben. Man spürt beim Lesen die grosse Last, die sie mit sich herumträgt. Gleichzeitig spürt man den aufkeimenden Hoffnungsschimmer , dass ihr vielleicht ein wenig Glück zuteil wird. Ich habe mit Serafina mitgelitten und mitgehofft und bin gleichzeitig in ihre faszinierende Welt eingetaucht.

Fazit

„Serafina – Schattendrachen erheben sich“ von Rachel Hartmann ist der zweite und abschliessende Teil einer neuen Jugendfantasy Reihe, die sich vor allem durch die lebendigen und sorgsamen herausgearbeiteten Charaktere hervor tut. Aber auch der Rest des Weltbildes in diesem wunderschönen Buch konnte mich begeistern und lässt mich in gespannter Erwartung auf weitere Bücher der Autorin zurück.