Jean Paul: Siebenkäs

Hand aufs Herz: Wer würde ein Buch erwerben, dass den merkwürdigen Titel „Blumen-, Frucht- und Dornenstücke oder Ehestand, Tod und Hochzeit des Armenadvokaten F. St. Siebenkäs im Reichsmarktflecken Kuhschnappel“ trägt?

In diesem Roman des deutschen Schriftstellers Jean Paul (der eigentlich Johann Paul Friedrich Richter hieß), kurz „Siebenkäs“, geht es vordergründig um Siebenkäs (der eigentlich Leibgeber heißt) seine Frau und den Versuch, die klägliche Haushaltskasse über Wasser zu halten. Daneben schreibt Siebenkäs aka Leibgeber an einer Satire.

Paul aka Richter schreibt eher verwirrend als zielgerichtet und verliert sich gerne in verschachtelten Nebenhandlungen, die sich zwar nett lesen lassen, deren Wert aber nicht immer offenkundig ist.

Was die ZEIT-Koryphäen nun bewogen hat, Jean Pauls Siebenkäs der Rangreihe der hundert wichtigsten literarischen Werke der Weltgeschichte zuzuordnen – man weiß es nicht. Man mag das Buch interessant finden, man kann es ebensogut für belanglos halten.

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Unsere Bewertung

(Rang 1: Irrelevant – Rang 5: Höchstrelevant)

Historischer Wert: 1

Spannung: 2

Lesefreundlichkeit: 2

Ratgeber: 2

Muss-man-gelesen-haben: 1