Ruth Olshan: All die schönen Dinge

Rezension von Luisa

Tammy ist nicht normal und wird es auch niemals sein. Schuld daran ist ein Aneurysma in ihrem Gehirn das jede Sekunde platzen könnte, wobei die Betonung auf „könnte“ liegt. Dies hält Tammy und ihre Familie in ständige Alarmbereitschaft. Doch während sich Tammys Mutter in Haushaltsaktivitäten stürzt, versteckt sich Tammy vor dem Leben. Ihr einziges Hobby ist für sich den perfekten Grabspruch auf dem Friedhof zu suchen. Dort trifft sie eines Tages auf Fynn der ebenfalls ein eher seltenes Hobby auszuführen scheint – an Grabsteinen rütteln.Gemeinsam helfen sie einem Mann zurück ins Leben zu finden und auch Tammy merkt das ein Aneurysma im Kopf keine Ausrede ist, sein Leben laut zu leben. Auch Fynn hat es nicht leicht. Beide werden mit dem Tod konfrontiert und Tammy muss sich entscheiden welchen Weg sie gehen will.

Meine Meinung

Der Titel „All die schönen Dinge“ ist wunderschön und passt perfekt zu der Botschaft, welche das Buch vermittelt. Die Welt besteht aus lauter kleinen Wundern; man muss sie nur entdecken. Die Protagonistin Tammy ist nach ihrer Diagnose oft wütend oder traurig und beschäftigt sich mit Gedanken wie, was wäre wenn… ? Erst durch die Hilfe von Fynn bemerkt sie, dass keiner weiß, wann er sterben wird und sie ihr Leben verschwendet ,wenn sie die ganze Zeit darüber nachdenkt.

All die schönen Dinge wie tanzen, lachen, Freunde haben… zeigen ihr, dass das Leben es wert ist, jede Sekunde davon zu genießen. Ruth Olshans Roman begleitet Tammy, wie sie ihre Sichtweise ändert und begeistert mit ihrer Raffinesse auch den Lesern zu zeigen ,warum es sich zu leben, lohnt. Die Ich- Perspektive und Tammys teilweise verdrehte Logik lässt einen manchmal über Tammys Gedankengänge schmunzeln.

Fazit

Das Buch ist zu einem meiner Lieblingsbücher geworden und hat mich mit seiner unaufdringlichen Art berührt.Daher konnte ich auch beim bestem Willen nichts Negatives finden. Klarer Geheimtipp!!

Sterne 5/5