Smarticular: Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie.

Rezension von Annemarie

Kennt ihr das auch? Ihr schaut in euren Badezimmerschrank – und er quillt fast über vor Reinigungsmitteln, Waschmitteln, Cremes, Lotions, Mittelchen gegen alle möglichen Wehwehchen und und und. Etwa 40 bis 60 Stück sollen es in jeder Wohnung sein. Das ist nicht nur ein unüberschaubares Chaos, es ist aufgrund der Riesenmengen an Plastikverpackung – aber auch an Plastik und Schadstoffen in vielen der Behälter sehr umweltschädlich. Und was das alles gekostet hat!

Da stellt sich die Frage: Geht das nicht auch einfacher? Ja, meinen die Autoren dieses Buches, Danielle, Max und Mark vom Ideenportal smarticular.net. Sie stellen die These auf, dass einzig und allein fünf einfache Hausmittel ausreichen, um einen Großteil der Reinigungsarbeiten, der Wäsche und der Körperpflege gut ausführen zu können, bei er Arbeit im Garten wertvolle Unterstützung leisten und sogar einige Gesundheitsprobleme heilen helfen sowie bei der Arbeit in der Küche helfen. Diese sechs simplen Wundermittel sind: Essig, Soda, Kernseife, Natron und Zitronensäure. Wer das nicht glaubt, sollte in dieses Buch schauen. Für jeden Verwendungszweck werden detaillierte Zubereitungsrezepte bzw. Anwendungshinweise gegeben, die einfach zu befolgen sind.

Zu Anfang wird jedes der fünf Hausmittel vorgestellt. Es folgen acht Teile, in denen die unterschiedlichen Anwendungsbereiche beschrieben werden. Sie lauten „Reinigen und Putzen“, „Wäsche waschen“, „Körperpflege“, Gesundheit“, „Ernährung“, „Haushalt“, „Garten“ und „Weitre Anwendungen“. All diese Teile beinhalten bis zu fünf kürzere Kapitel. Das Buch ist reich mit Farbfotos bebildert, an einigen Stellen sind Links zu entsprechenden Websites in der smarticular-Community gegeben.

Rezension

Die Idee klingt revolutionär: Nur fünf Hausmittel für fast den gesamten Haushalt? Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. So ganz hundertprozentig stimmt das auch nicht. Besonders bei den Körperpflegetipps – etwa der Herstellung von Cremes etc. – oder bei Rezepten zur Ernährung wurden neben den fünf Hausmitteln noch diverse weitere Mittel benötigt. Fakt ist aber, dass sich alles vergleichsweise einfach herstellen lässt. Es gibt eigentlich kaum ein Mittel, das aufwendig herzustellen ist.

Ich muss jedoch zugeben: Bei einigen Tipps musste ich schon etwas schlucken – etwa, wenn man vorgeschlagen wurde, man könne sein Haar nur noch mit Kernseife waschen oder sein eigenes Deodorant herstellen. Aber das Schöne ist ja: Man muss nicht alle Ratschläge befolgen, man kann erst einmal nur ein paar umsetzen und probieren, ob sie einem gefallen.

Schön ist, dass das Buch übersichtlich und gut nach Themenbereichen aufgeteilt aufgebaut ist, sodass man schnell den gewünschten Inhalt findet. Dadurch, dass das Buch auch vergleichsweise bunt aufgebaut ist und die Farbfotos eine recht gute Qualität haben, macht das Stöbern im Buch einfach Spaß. Die Rezepte sind leicht und gut verständlich, die Tipps zum Teil ausgesprochen pfiffig. Fast alle Rezepte waren komplett neu für mich und machten Lust, sie auszuprobieren.

Fazit

Für alle die, die dem ganzen Massenkonsum den Kampf ansagen wollen, die einfach ein bisschen umweltfreundlicher, vielleicht auch gesünder oder günstiger leben möchten, die der Meinung sind, dass man auch ohne ein Riesenarsenal an Drogerieartikeln überleben kann, die Lust haben, ihre Reinigungsmittel, Cremes etc. einmal selbst herzustellen oder die einfach das Chaos an Flaschen und Tiegeln in ihren Schränken reduzieren möchten, ein ebenso einfallsreiches wie kluges Buch.