Stephen King findet das Unheimliche mitten im amerikanischen Alltag. Seine Geschichten erzählen von Angst, Isolation und Menschen, deren vertraute Welt aus den Fugen gerät. Bevor ihm mit Carrie der Durchbruch gelang, arbeitete er als Lehrer und in einer Wäscherei. Neben Horror prägen Kriminalgeschichten, Erzählungen und fantastische Welten sein Werk. Oft nimmt er sich Zeit für seine Figuren und ihre Lebensumstände, bevor das Bedrohliche sichtbar wird. So verbindet er alltägliche Erfahrungen mit außergewöhnlichen Grenzsituationen. 1974 erschien Carrie. In seiner Dark-Tower-Serie verknüpft King Horror, Western und Fantasy; seine Kriminalromane zeigen eine weitere Seite seines Erzählens.
Die ersten Seiten von Carrie landeten im Papierkorb. Seine Frau Tabitha fand sie dort und überzeugte King, die Geschichte weiterzuschreiben.
Sein Pseudonym Richard Bachman entstand beinahe zufällig: Ein Roman von Richard Stark lag auf dem Tisch, während Bachman-Turner Overdrive auf dem Plattenspieler lief.
Tabitha, seine spätere Frau, lernte King zwischen den Bücherregalen der Universitätsbibliothek kennen. Beide arbeiteten dort während ihres Studiums.
Die Daten am Ende vieler King-Romane verraten, wann er sie schrieb: Ein Datum steht für das Ende, zwei Daten für Anfang und Abschluss.
Eine Ausgabe von Wolves of the Calla hinterließ bei manchen Lesern schwarze Hände: Der gefärbte Stoffeinband gab Farbe ab.
Schreiben ist bei den Kings Familiensache: Stephens Frau Tabitha King und die beiden Söhne Joe Hill und Owen King sind selbst erfolgreiche Schriftsteller. Joe Hill wählte sein Pseudonym bewusst, um nicht vom berühmten Namen seines Vaters zu profitieren.
Werke von Stephen King
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Billy Summers
Billy Summers ist ein ehemaliger Scharfschütze und Auftragskiller, der nur noch einen letzten Mord begehen und danach aussteigen will. Unter falschem Namen zieht er in eine Kleinstadt, wo er sich als Schriftsteller ausgibt. Während er auf seinen Einsatz wartet, beginnt er tatsächlich, über seine Kindheit und die Erfahrungen im Irakkrieg zu schreiben. Zwischen neuen Nachbarn, Freundschaften und drohender Gewalt wächst ein ungewöhnlich ruhiger, spannender Thriller.
Der sechsjährige Jamie lebt mit seiner Mutter, einer Literaturagentin, in Manhattan und besitzt eine ungewöhnliche Gabe: Er sieht Tote und kann mit ihnen sprechen. Weil sie seine Fragen wahrheitsgemäß beantworten müssen, wird sein Geheimnis plötzlich wertvoll, als ein erfolgreicher Schriftsteller vor dem Abschluss seines letzten Romans stirbt. Was zunächst wie ein ungewöhnlicher Ausweg aus finanziellen Schwierigkeiten wirkt, entwickelt sich zu einer unheimlichen Geschichte über das Erwachsenwerden und die Folgen dieser Gabe.
Nach dem Mord an einem Jungen scheint Terry Maitlands Schuld durch DNA und Zeugenaussagen bewiesen. Doch sein Alibi widerspricht den Spuren. Ralph Anderson und Holly Gibney untersuchen einen Fall, in dem vorschnelle Gewissheit verheerende Folgen hat. Aus der ruhig entwickelten Ermittlungsarbeit wächst eine unheimliche Geschichte über Vorverurteilung und eine Bedrohung jenseits vertrauter Erklärungen.
Ein höhnischer Brief reißt den pensionierten Ermittler Bill Hodges aus seiner Einsamkeit. Der ungestellte Massenmörder Brady Hartsfield sucht erneut Kontakt und plant weitere Gewalt. Gemeinsam mit Jerome und Holly Gibney nimmt Hodges die Ermittlungen wieder auf. King entwickelt ein Katz-und-Maus-Spiel, dessen Spannung aus genauer Polizeiarbeit, lebendigen Figuren und den alltäglichen Verhältnissen nach der Wirtschaftskrise entsteht.
Der Schriftsteller Ben Mears kehrt nach Jerusalem’s Lot zurück. Über seiner Erinnerung an den Ort liegt der Schatten des Marsten-Hauses. Während er sich erneut auf das Kleinstadtleben einlässt, breitet sich dort eine vampirische Bedrohung aus. King verbindet den Horror mit einem Blick auf die Bewohner und ihre Beziehungen; das scheinbar Vertraute wird Schritt für Schritt zum Schauplatz des Schreckens.