Die Geschichte des Rechtspraktikanten Werther, der sich unsterblich in die ungünstigerweise schon anderweitig verlobte Lotte verliebt und in letzter Konsequenz Selbstmord begeht – also wohl doch nicht unsterblich –, sie entstammt der Feder des Titanen der deutschen Literatur, oder vielmehr: Der Weltliteratur. Johann Wolfgang von Goethe.

1774 erschienen, wurde das Werk umgehend ein Bestseller in Deutschland und Europa. Heute kann das Werk modernerweise schon mal in Hörbuch-Bestenlisten auftauchen. „Die Leiden des jungen Werthers“ gehört zur literarischen Strömung des „Sturm und Drang“, einer Strömung während der Epoche der Aufklärung, die im 18. Jahrhundert von jungen Autoren repräsentiert wurde.

Nach seinem Erscheinen wurde das Buch durchaus kontrovers diskutiert, vorgeworfen wurde dem Autor eine fragwürdige Moral und die „Verführung der Jugend zum Selbstmord“. Tatsächlich gab es eine kleinere Selbstmordwelle, zu der Goethe boshafterweise nur einfiel, dass sein Buch die „Welt höchstens von einem Dutzend Dummköpfen und Taugenichtsen befreit hat, die gar nichts besseres tun konnten, als den schwachen Rest ihres bisschen Lichtes vollends auszublasen“. Der große Goethe war wohl etwas dünnhäutig gegenüber Literaturkritikern, was uns nicht davon abhalten soll, von Zeit zu Zeit sein Büchlein zu lesen, mit dem ihm der literarische Durchbruch gelang.

Erster Satz: „Was ich von der Geschichte des armen Werther nur habe auffinden können, habe ich mit Fleiß gesammelt und lege es euch hier vor und weiß, dass ihr mir’s danken werdet.“

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Unsere Bewertung

(Rang 1: Irrelevant – Rang 5: Höchstrelevant)

Historischer Wert: 3

Spannung: 5

Lesefreundlichkeit: 5

Ratgeber: 3

Muss-man-gelesen-haben: 5