Ankowitsch, Christian: „Warum Einstein niemals Socken trug“

Rezension von Annemarie.

Das Buch „Warum Einstein niemals Socken trug“ handelt davon, warum Geist und Körper untrennbar miteinander verbunden sind – und wie man dies für sich nutzen kann.

einstein sockenAnkowitsch bemängelt, dass im Allgemeinen das Denken und der Körper als getrennt angesehen werden – der Geist isoliert vom Körper. Dabei bilden sie eine Einheit. Das, was mit dem Körper geschieht, wirkt sich direkt auf das Befinden des Geistes und auf das persönliche Verhalten aus, das ist die Grundtheorie dieses Buches.
Auf dieser Grundlage bringt Ankowitsch nun im Laufe des Buches viele wissenschaftliche Studien vor, die Erstaunliches zu Tage brachten. Wussten Sie etwa schon, dass Sie mehr Süßigkeiten essen, wenn Sie von unten gegen einen Tisch drücken, als wenn sie die Hände von oben auf den Tisch pressen?

Anhand der Erkenntnisse dieser Studien leitet der Autor nun direkte Tipps ab, wie man dieses Wissen im Alltag für sich nutzen kann.

 

Rezension

Da ich Ankowitsch schon öfters gelesen habe („Dr. Ankowitschs kleines Konversationslexikon“), ging ich dementsprechend neugierig an das Buch heran. Und ich muss sagen, sein Buch hat mir gefallen. Es ist unterhaltsam und unaufdringlich geschrieben, leicht und mit einer gewissen Zurückhaltung, sodass es als Lektüre für zwischendurch wunderbar geeignet ist.

Bei bisherigen Rezensionen dieses Buches wurde bemängelt, dass zu viele wissenschaftliche Studien in diesem Buch erläutert werden. Das stimmt schon. Ausgehend von diesen Studien werden aber viele praktische Tipps gegeben. Infolgedessen empfinde ich die Vielzahl der Studien nicht als störend, sondern als wissenschaftliche Untermauerung seiner Ratschläge.

Man wird ermutigt, das eigene Befinden öfters einfach mal mit dem Körper in Verbindung zu bringen und einfach auszuprobieren, wie sich eine veränderte Körperhaltung auf das seelische Befinden auswirkt. Dabei kommt Ankowitsch aber keineswegs als Moralapostel daher, der vorschreibt, was zu tun und was zu lassen ist. Es sind vielmehr die kleinen, unaufdringlichen Anregungen, die dieses Buch so lesenswert und wertvoll machen. Mir persönlich kam das Buch manchmal allerdings schon etwas zu unaufdringlich rüber. Ich hätte mir schon gewünscht, dass einige direkte Vorschläge gegeben werden und direkt appeliert wird, aktiv zu werden.

Als kleine, unterhaltsame wie lehrreiche Lektüre für zwischendurch eignet sich dieses Buch aus meiner Sicht ausgezeichnet.

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