S. J. Kincaid – „Insignia – Die Weltenspieler“

Rezension von Lisa

– Das Unmögliche ist erst der Anfang –

Inhalt

Amerika in der nahen Zukunft: Die virtuelle Realität ist Toms große Leidenschaft – und sein einziger Trost in einem ansonsten trostlosen Leben. Bis man ihm überraschend einen Platz im »Spire« anbietet, der Eliteschule des Pentagon.

Da die Kriege der Zukunft im Weltall ausgefochten werden, ist man dort stets auf der Suche nach jungen Computergenies, die als virtuelle Weltenspieler das Kommando über die Kampfdrohnen übernehmen können. Tom ist begeistert, erhofft sich Ruhm, Freundschaft und Abenteuer. Noch ahnt er nicht, welchen Preis er, seine neuen Freunde und seine große Liebe dafür bezahlen müssen …

Aufmachung

Joa, gefällt mir =) Das englische Cover umschreibt den Inhalt recht treffend.
Etwas ratlos lässt mich hingegen das deutsche Motiv zurück. In der oberen Hälfte ist das Weltall dargestellt, in dem der Krieg ausgefochten wird; was der nebelige Wald mit dem Roman zu tun hat, erschließt sich mir aber nicht ganz… o_O

Lobenswert ist, dass sich beide Ausgaben um eine geschlechtsneutrale Aufmachung bemüht haben. »Insignia« nämlich ist sowohl für Mädchen als auch für Jungen lesenswert.
Meine Meinung

Ein Buch für den Nerd in uns

KI, Computer, Prozessoren, Hacking, Viren, Videogames, Virtual Reality, Kampfdrohen – wer mit den diesen Themen nichts anfangen kann, sollte besser die Finger von J.S. Kincaids Debüt lassen. Man muss schon ein kleiner Geek sein, um sich voll und ganz auf »Insignia« einlassen zu können.   Wer dies tut bekommt eine mitreißende Geschichte über Freundschaft, Liebe, Selbsterkenntnis und Verrat geboten, die ihn so schnell nicht mehr loslassen wird!

Clever, lustig und liebenswert verschroben Ich sage es ohne Umschweife: »Insiginia« ist eines der besten Debüts, die ich in letzter Zeit gelesen habe. 🙂 Für mich erfüllt es alle Anforderungen an einen guten Roman:

1) DER PROTAGONIST Tom ist starrköpfig, unvernünftig, rebellisch und verhält damit genauso wie man es von einem 14-jährigen Jungen erwarten würde. Einfach herrlich! Gerade durch seine Unverblümtheit und seine Unreife wirkt er authentisch und wächst er einem ans Herz. Gleichzeitig lernt man aber auch seinen Mut und Einfallsreichtum zu schätzen. Ein Lob geht hierbei an die Autorin, die es überzeugend geschafft hat, die Erlebnisse aus der Sicht eines männlichen Erzählers zu schildern, ohne ihn wie ein Mädchen klingen zu lassen. 😉

2) Das Buch enthält mehr CHARAKTERE als der durchschnittliche Jugendroman, dennoch schafft es die Autorin, jedem von ihnen eine Stimme zu verleihen – sei es die talentierte Hackerin, das Werbegesicht des Konzerns, der wahnsinnige und innerlich zerbrochene Professor oder der skrupellose Geschäftsmann. Sie alle sind dynamische Figuren, die eine Änderung durchlaufen, eine Geschichte besitzen und dadurch lebendig wirken

3) Selbiges gilt auch für die BEZIEHUNGEN der Charaktere untereinander. Anfängliches Misstrauen wird zu Freundschaft, Geringschätzung zu Respekt, Rivalität zu Liebe usw. Freundschaft spielt innerhalb der Geschichte eine bedeutende Rolle und bestimmt maßgeblich die Taten der Personen. Es ist schön zu lesen, wie sehr Tom und seine Freunde zusammenhalten und wie sie sich gegenseitig aus der Patsche helfen.

4) Trotz des eigentlich ernsten Themas tauchen in »Insignia« massig LUSTIGE SZENEN und schräge Dialoge auf, welche die Geschichte auflockern. Ich hatte beim Lesen immer ein Grinsen im Gesicht, wenn Tom und sein bester Kumpel eine neue Schandtat ausgeheckt haben. ;P

5) Im dritten Weltkrieg wird Teenagern ein neuronaler Chip eingepflanzt, damit sie riesige Kampfdrohnen im All mit ihrem Geist steuern können – wenn das mal nicht eine verdammt coole IDEE ist! ^^   J.S. Kincaid schafft es sogar, dem Leser die Geschichte überzeugend zu verkaufen. Das Worldbuilding ist gelungen und weist nahezu keine Plot-Lücken auf.

6) Zwei Worte: VIRTUAL REALITY! xD

Bonuspunkte: Manche der Computer-Simulationen haben sogar Bezug zur griechischen und keltischen Mythologie. (Ritter der Tafelrunde, Schlacht um Troja) <3

7) Wenn ein Buch es schafft, einem bis um drei Uhr nachts wach zu halten, muss es wohl SPANNEND sein. xD Nach ein paar Kapiteln entfaltet die Geschichte eine regelrechte Sogwirkung, der man sich nicht entziehen kann. Man weiß nie, was als nächstes passieren wird und verfolgt die Handlung gebannt.

8) Und, und, und…

Hach – warum muss der Bestseller nur schon zu Ende sein? Die Charaktere sind mir auf den 450 Seiten so richtig ans Herz gewachsen, sodass ich die Fortsetzung kaum noch erwarten kann.
Klare Kaufempfehlung für alle Computer und Spieleverrückten da draußen xD

Lisas Bewertung: 4,9 von 5 Sternen!

(Lisas Bewertungssystem: (1 = Zeitverschwendung, 2 = Nicht mein Fall, 3 = Okay, 4 = Überdurchschnittlich Gut, 5 = Lieblingsbuch)

Infos

Übersetzung: Insignia – Die Weltenspieler   Reihe: Insignia #1   Genre: Science Fiction, Dystopie   Zielgruppe: Jugendliche   Verlag: Katherine Tegen   Format: Hardcover, 449 Seiten   Erscheinungsdatum: 10.07.12   Preis: 13,95€

ISBN: 0062092995

Redaktion von Beste Bücher

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