Scott Westerfeld – „Ugly, Pretty – Verlier nicht dein Gesicht“

Rezension von Lisa

Tally kann ihren 16. Geburtstag kaum noch erwarten: dann wird sie endlich mittels einer Operation von einer abstoßenden Ugly in eine atemberaubende Pretty verwandelt. Sie wird in dem schönen Teil der Stadt wohnen und den ganzen Tag nur Spaß haben.

Als Tallys neue Freundin Shay in die wilde Natur flüchtet, um ihrer Operation zu entgehen, setzt sie damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die niemand hätte vorhersehen können. Tally wird vor die Wahl gestellt: entweder sie bringt Shay zurück oder sie wird auf immer eine Ugly bleiben. Tally will ihre Freundin nicht verraten und schließlich stößt sie auf ein Geheimnis das sie an dem ganzen System zweifeln lässt…

Auf den ersten Blick

Das Cover ist eingängig, aber auch nichts besonderes. Ein Buch, das ein Bestseller sein möchte, muss auch mal was riskieren. Vielleicht hätte der Verlag sich trauen sollen, sowohl einen Ugly als auch einen Pretty zu zeigen und einander gegenüberzustellen. Aber wer druckt schon gerne häßliche Menschen auf’s Cover?

Ein intelligenter Kommentar zur heutigen Gesellschaft

Die Geschichte trägt sich ein paar Jahrhunderte in der Zukunft zu und überrascht immer wieder mit originellen und amüsanten Ideen. So werden die Menschen von heute, also wir, wegen unserer Vorliebe für Metall (das rostet) beim Bau von Häusern und Autos als Rusties bezeichnet. Ganz anders die Welt von Tally: die Gesellschaft hat sich von der Natur komplett abgewendet und verzichtet auf pflanzlich-tierische Rohstoffe wie Holz, Öl, Leder usw., aus Angst die Natur genau wie die dummen und verschwenderischen Rusties zu zerstören. Auch sonst scheint Tally Welt perfekt, denn es gibt weder Kriege, noch Krankheiten und da jeder schön operiert wird (und damit jeder gleich aussieht) auch keine Diskriminierung mehr.

Im Laufe der Bücher bröckelt jedoch die Fassade der perfekten Welt und der Leser stellt fest, dass sich all die Pretties und Uglies gar nicht so sehr von den Rusties unterscheiden.

Fazit

Die Uglies-Trilogie und das Prequel Extras sind ein intelligenter Kommentar zur heutigen Gesellschaft. Es werden die Umweltverschmutzung, die Verschwendung von Ressourcen, die Überwachung und das Ausspionieren von Bürgern, die Kriege und sogar die Magersucht thematisiert! Wer ein Fan von Dystopien ist (so wie ich) und/oder genug von oberflächlicher Jugendliteratur (Marke Twilight) hat, sollte zugreifen, denn bei dem günstigen Set-Preis kann man wirklich nicht viel falsch machen. Das Werk hat eigentlich alles, um zum Bestseller zu avancieren.

Lisas Bewertung: 4 von  5 Sternen!

(Lisas Bewertungssystem: (1 = Zeitverschwendung, 2 = Nicht mein Fall, 3 = Okay, 4 = Überdurchschnittlich Gut, 5 = Lieblingsbuch)

 

 

Redaktion von Beste Bücher

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