Tommy Krappweis – „Mara und der Feuerbringer“

Rezension von Lisa

Inhalt

Mara wäre gerne ein ganz normales 14-jähriges Mädchen. Stattdessen hat sie verwirrende Tagträume, über die sich ihre Klassenkameraden immer lustig machen. Eines Tages erfährt sie schließlich, was es wirklich mit ihren Visionen auf sich hat: Mara ist eine Spákona – eine der letzten vom Geschlecht der Seherinnen!

Und damit gerät Maras Welt aus den Fugen, denn plötzlich muss sie sich mit den Göttern und Monstern der nordischen Mythologie auseinander setzen…

Auf den ersten Blick

Ein schlichtes Cover gefällt mir ja immer ganz gut. Hier scheint es aber etwas übertrieben zu sein. Bei Millionen Buchcovern scheint den Machern nichts besseres einzufallen, als ein Mädel vorne drauf zu pappen; die creativen nehmen dann im Twitter-Ava-Style ein halbes Gesicht. Lame!

Nordische Mythologie für jüngere Leser  

An manchen Stellen war das Buch ganz lustig, an anderen hingegen erschien es mir reichlich albern. Dazu tragen auch die Charaktere bei, die zum Teil ziemlich übertrieben dargestellt werden (z.b Maras Mutter, Mitglied eines ‚Wicca-Zirkels‘, die stundenlang unter Bäumen meditiert und sich von Verkäufern allerhand esoterischen Plunder andrehen lässt). Auch an Stereotypen wird nicht gespart: die eingebildete Schulzicke ist ebenso vertreten wie der schrullig- humorvolle Professor. Alles in allem wirken die Personen und die Handlung unrealistisch und aufkommende Probleme werden zu schnell gelöst.

Die Geschichte ist relativ kurz (gerade mal 310 Seiten) und die Schrift groß, so dass das Buch locker in drei Stunden ausgelesen werden kann. Im Anhang finden sich noch Informationen zur germanischen Mythologie und Tipps zu weiterführender Literatur vor. (Gelungen und für Einsteiger in die nordische Mythologie sicherlich hilfreich.) Positiv anzumerken sind noch die Illustrationen, die das Ende jedes Kapitels schmücken.

Fazit  

Das Buch erfüllt die Intention des Autors, die nordische Mythologie auch jüngeren Lesern näher zu bringen. Leute, die auf dem Gebiet schon etwas Erfahrung haben, dürften aber eher enttäuscht sein. Ich würde Mara und der Feuerbringer aufgrund des sprachlichen Stils und der Informationsaufbereitung für 11- bis 14-jährige empfehlen, aber auch Ältere können mal einen Blick wagen.

Anmerkungen

Wer übrigens weitere Jugendbücher mit Figuren der nordischen Mythologie sucht, könnte Gefallen an dem Roman „Der leuchtende Stein“ (Neuauflage von Feuervolk) finden. Hier wird im Gegensatz zu Mara und der Feuerbringer schon etwas Grundwissen über die germanischen Götter vorausgesetzt.
Lisas Bewertung: 2,5 von 5 Sternen!

(Lisas Bewertungssystem: (1 = Zeitverschwendung, 2 = Nicht mein Fall, 3 = Okay, 4 = Überdurchschnittlich Gut, 5 = Lieblingsbuch)

 Redaktion von Beste Bücher

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