Émile Zola: Germinal

Germinal, der schon 1885 erschienene und seither mehrfach verfilmte Bestseller, erzählt in dramatischen Bildern von den unmenschlichen Verhältnissen in den französischen Bergwerken des 19. Jahrhunderts. Dabei zieht sich die Konfliktlinie nicht einfach zwischen arm und reich, zwischen Bergwerksbesitzern und Bergarbeitern.

Auch bei jenen, die die Verhältnisse verändern wollen, gibt es entzweiende Zwistigkeiten. Die zentrale Fragestellung ist jene von Reform contra Revolution – welches ist der bessere Weg? Die einen halten Gewalt für unumgänglich, die anderen wollen ihr Heil in schrittweisen Verhandlungserfolgen versuchen. Auch die Grubenbesitzer sind nicht „nur böse“ sondern ihrerseits Erfolgs- und Wettbewerbsdruck ausgesetzt.

Das Werk Zolas beschreibt damit einige der zentralen und teilweise bis heute aktuellen Konflikte der Wirtschaftsgeschichte und gehört zweifelsohne zu den 100 wichtigsten Büchern der Literatur. Gemessen am schieren Lesevergnügen gehört es auch zu den „besten“ Büchern überhaupt.

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Unsere Bewertung

(Rang 1: Irrelevant – Rang 5: Höchstrelevant)

Historischer Wert: 5

Spannung: 5

Lesefreundlichkeit: 5

Ratgeber: 1

Muss-man-gelesen-haben: 4