Bücher über Bücher

Viele Menschen suchen die besten „Bücher über Bücher“, oder jedenfalls ein guten Buch über Bücher. Egal, ob man sich grundsätzlich über Literatur erkundigen möchte oder spannende Romane über Bücher und Bibliotheken sucht – wir geben Ihnen die besten Tipps!

Es kommt nämlich darauf an, wonach genau einem der Sinn steht. Es gibt Nachschlagewerke, aber auch unterhaltsame Bücher über Literatur. Um zunächst ein Missverständnis auszuräumen: „Das Buch der Bücher ist kein Nachschlagewerk über Literatur, sondern eine Synonym für die Bibel. 

1) Bücher, in denen Bücher die Hauptrolle spielen

Ein sehr, sehr spannendes Buch, in welchem Bücher und geheime Bibliotheken eine Schlüsselrolle spielen und noch dazu ein absoluter Bestseller ist „Der Name der Rose“ von Umberto Eco. Eine ausführliche Rezension gibt es hier. Dazu gibt es auch einen passenden Film.

Ebenfalls sehr spannend, vor allem aber einfallsreich und charmant, liest sich Marisha Pessls „Die alltägliche Physik des Unglücks„. Als Jugendliteratur, also quasi als Einstiegsdroge zum Lesen, eignet sich Lektüre für jedermann: Blue heißt die hübsche junge Frau im Mittelpunkt des Romans, die ein ganz besonderes Leben führt.

Ihr Vater, ein rastlos durchs Land reisender, unsteter aber immerhin charmanter Uniprofessor macht ihr in letzter Zeit vor allem Kummer und die einzige Konstante in ihrem Leben sind die Bücher. Die werden allerdings etwas in den Hintergrund gedrängt, als Blue einen jungen Mann kennenlernt und dann zu allem Überfluss noch ein Mord geschieht… Angeblich, so titelten Rezensenten bei der Neuerscheinung, enthält das Buch eine der schönsten Sexszenen der Literatur, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Ebenfalls gern gelesen wird „Die Stadt der träumenden Bücher: Ein Roman aus Zamonien“ von Walter Moers. Im Mittelpunkt steht ein junger Dichter mit dem klangvollen Namen Hildegunst von Mythenmetz. Mit dem Namen noch nicht genug gestraft, erbt er auch noch allerlei Probleme: Alles beginnt mit damit, dass er ein geheimnisvolles Manuskript erbt und schon ist er einem Geheimnis auf der Spur. Dafür reist er nach „Buchhaim“, der Stadt der Träumenden Bücher. Ein Zauberreich, das unvorsichtige Leser schon mal tötet.

Die Tageszeitung Die WELT schrieb: „Es ist die größte, schönste Liebeserklärung an das Lesen und die Literatur, die zu haben ist“. Dem schließen wir uns an, denn da hat Die WELT ausnahmsweise mal Recht.

Ein Klassiker zum Thema Bücher als Romanprotagonisten ist natürlich Michael Endes „Die unendliche Geschichte„. „Ein Kinderbuch, auch für Erwachsene. Ein Erwachsenen-Buch, auch für Kinder.“ schrieb dazu lobhudelnd die Berliner Morgenpost, „Eine gewaltige Collage aus mythischen Bildern.“ die ZEIT; „Die unendliche Geschichte ersetzt eine halbe Bibliothek.“ schrieb ein Kommentator des Deutschen Allg. Sonntagsblatts.

Zum Inhalt müssen wir wenig sagen – wohl fast jeder kennt den Film. Doch kennen wir auch das Buch? Wer das Buch noch nicht gelesen hat, ist zu beneiden: Viele schöne Stunden stehen ihm bevor 🙂

2) Bücher über Bücher bzw. die Literatur

Umberto Eco, der italienische Universalgelehrte der uns schon „Der Name der Rose“ geschenkt hat, verfasste mit „Die Kunst des Bücherliebens“ eine Hommage, eine Liebeserklärung an Bücher im Allgemeinen. Eco behauptet, dass mit Büchern, die die Geistesgeschichte seit Jahrhunderten prägen, eine ganze Kultur auf dem Spiel steht.

Voller Charme und Witz erzählt er vom Bücherlesen, Büchersammeln, Bücherbesitzen und Bücherlieben. Wo das gut sein soll? Er steckt uns an und enflammt die Begeisterung, wenn sie nicht ohnehin schon da war. Die ein oder andere schöne Anregung kommt dabei ebenfalls hinzu. Seine Angewohnheit, den Leser ständig die eigene Belesenheit vor Augen zu führen, ist nicht ganz so charmant, schmälert das Lesevergnügen aber nicht essentiell. 

Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat„, ist ein Angeberwerk von Pierre Bayard. Frei nach dem Motto: „Zum Lesen bin ich zu faul, aber das hindert mich nicht, über Ulysses zu fachsimmpeln“ gibt er den Schwätzern das nötige Handwerkszeug, um sich bei jenen, die wirklich belesen sind, lächerlich zu machen.

Da empfehlen wir lieber einen Klassiker, der ein Bestseller der Sachbuchliteratur war und immer noch sehr gerne gelesen wird: In „Bildung – Alles was man wissen muss“ gibt der inzwischen verstorbene Hamburger Professor Dietrich Schwanitz detail- und kenntnisreich Tipps, wie man sich in der Welt der Literatur zurecht findet, wo man anfangen sollte, welche Werke besonders bedeutsam sind. Und macht uns überhaupt Lust auf Bildung – schließlich ist das „Lesen“ nur ein Kapitel von mehreren im Buch. Geschichte, Kunst, Philosophie – Schwanitz lässt nichts aus und gibt gute Hinweise zum Weiterlesen.

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